Abnehmen durch Wandern

Viele Menschen, die Gewicht verlieren wollen, zieht es zunächst einmal ins Fitnessstudio. Der Gedanke ist ja auch naheliegend: Mit den Geräten dort lässt sich beinahe jeder Muskel ganz gezielt trainieren und auch für das Ausdauertraining ist gesorgt. Ein Rundumtraining also, mit dem das Abnehmen leicht fallen sollte! Nicht selten hapert es dann aber an der Langzeitmotivation, denn das Training an Geräten ist naturgemäß monoton und macht nicht jedem Spaß. An der frischen Luft joggen zu gehen, ist allerdings auch nicht jedermanns Sache. Zum Glück gib es eine viel unterschätzte Alternative: Wandern! Was früher einmal als spießige Freizeitbeschäftigung für alte Männer und Ökos galt, hat sich mittlerweile zu einem echten Trend entwickelt. Und tatsächlich werden beim Wandern auch etliche Kalorien verbrannt, so dass es sich gut zum Abnehmen eignet. Wir zeigen es euch, woran das liegt und worauf es ankommt!

Berge

Ein ideales Konditionstraining auch für Ungeübte

Die effektivste Art, Fett zu verbrennen, ist ein leichtes Ausdauertraining. Als Faustregel gilt, dass man sich beim Sport treiben noch unterhalten können sollte. Wandern fällt genau in diesen Idealbereich, denn die Fortbewegung auf verschiedenen und ungewohnten Untergründen, oft auch noch mit Steigung, bringt den Körper durchaus ins Schwitzen. Somit kann Wandern auch durchaus zum Abnehmen beitragen. Gerade bei kräftigen Steigungen steht der Pulsbereich dem beim Fahrradfahren oder Joggen kaum nach! Gleichzeitig ist die Belastung aber leicht genug, um sie über mehrere Stunden hinweg auszuhalten – selbst völlig Ungeübte schaffen in der Regel eine zweistündige Wanderung, während sie nach fünf bis zehn Minuten Joggen bereits völlig erschöpft und darüber hinaus demotiviert wären. Mit zunehmender Erfahrung können die Wanderungen dann immer weiter ausgedehnt oder auch schwierigere Strecken ausgewählt werden. 

Rundum gut für die Gesundheit

Ein weiterer Vorteil des Wanderns ist, dass es sich auf viele verschiedene Arten positiv auf die Gesundheit auswirkt. So stärkt das Laufen auf vielen verschiedenen Untergründen nicht nur Muskeln, Gelenke und Sehnen, sondern auch den Kreislauf und sogar den Gleichgewichtssinn. Auch die Psyche profitiert von einer Wanderung, denn die Bewegung an der frischen Luft, die Ruhe und die verschiedenen Eindrücke beim Wandern helfen, Stress abzubauen. Zudem kann der Körper am Tageslicht vermehrt Vitamin D bilden, was Depressionen entgegenwirkt. Zu guter Letzt verbessert Wandern nachweislich den Schlaf und trägt somit allgemein zu einem verbesserten Befinden bei. 

Wer kann wandern?

Grundsätzlich ist Wandern für jeden möglich. Wer gesund ist und sich entsprechend ausrüstet, kann im Grunde genommen sofort auf Wanderschaft gehen! Es gibt allerdings einige Personengruppen, die sich vorher mit einem Arzt absprechen sollten. Dazu zählen etwa Personen mit Gelenkschäden – sie sollten vorher mit dem Arzt einen sanften Start ins Wandern planen, damit die Gelenke nicht überlastet werden. Auch wer eine Herz- oder Lungenschwäche hat, sollte vorher seinen Arzt befragen. 

Die richtige Ausrüstung zum Wandern

Da man beim Wandern mehrere Stunden unterwegs ist, sollte eine Wanderung natürlich gut vorbereitet sein. Dabei sollten folgende Dinge beachtet werden:

Passendes Schuhwerk: Wanderschuhe sollten fest sitzen, aber nicht drücken. Andernfalls drohen schmerzhafte Scheuerstellen oder Blasen! Auch ein gutes Profil ist wichtig, um ein Abrutschen etwa auf felsigem Untergrund zu vermeiden. Auf sehr unebenem Untergrund sollten die Schuhe außerdem das Fußgelenk stabilisieren.

Die Kleidung: Sie sollte aus atmungsaktivem, nicht zu warmem Stoff bestehen. Während der Wanderung wird der Körper von selbst aufheizen!

Kopfbedeckung: Bei starker Sonne sollte eine passende Kopfbedeckung getragen werden, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Bei Kälte unbedingt Kopf und Ohren schützen!

Die Notfallapotheke: Es kann immer zu kleineren Unglücken kommen. Pflaster und ein Desinfektionsmittel sollten deshalb immer im Gepäck sein! Auch eine Packung Blasenpflaster gehört zur Reiseapotheke. Darüber hinaus sind Mittel gegen Erbrechen und Durchfall sinnvoll – beide können auf einer Wanderung sonst sehr unangenehm werden. Allergiker sollten außerdem immer entsprechende Medikamente mitführen. 

Die Verpflegung: Grundsätzlich sollten beim Wandern immer ausreichend Wasser im Gepäck sein. Auch ein paar leicht verdauliche Snacks sind sinnvoll, wie etwa Obst, Fitnessriegel oder Trockenfleisch. Fettiges hingegen sollte gemieden werden, da es den Körper zu sehr belastet!

Handy oder Karte: Mindestens eines von beiden sollte vorhanden sein, um sich orientieren zu können.

Pulsuhr: Wer gezielt abnehmen will, kann mit einer Pulsuhr seine Belastung überwachen und nötigenfalls anpassen.