Grüner Kaffee: Praktischer Helfer oder leeres Versprechen?

von vivian

Gruener KaffeeSeit einiger Zeit schwören immer mehr Abnehmwillige auf grünen Kaffee. Nur: Was ist dran an den grünen Kapseln? Bekanntlich kommen immer wieder neue Abnehmhilfen auf den Markt – und die meisten von ihnen entpuppen sich als bestenfalls uneffektiv. Zeit, sich die Neuentdeckung einmal genauer anzuschauen! 

Ein Helfer gegen Zucker

Grüner Kaffee ist nicht etwa eine eigene Züchtung, sondern einfach die ungeröstete Kaffeebohne mit all ihren natürlichen Inhaltsstoffen. Der wichtigste davon ist die Chlorogensäure – ein Stoff, der die Aufnahme von Zucker ins Blut vermindert und ganz nebenbei noch ein wirksamer Antioxidant ist. Neben der Chlorogensäure enthält grüner Kaffee auch einige Aminosäuren, die den Cholesterinspiegel ausgleichen, eine Vitamin B-Vorstufe und kleine Mengen Koffein. Um all das für die Gesundheit nutzbar zu machen, wird aus der grünen Bohne ein Konzentrat gewonnen und in Kapseln gepresst. Diese werden eine halbe Stunde vor dem Essen genommen und entfalten dann ihre Wirkung: Der Appetit ist nicht so groß und der Zucker wird nur noch teilweise aufgenommen. So werden blanke Kalorien gespart. Bei regelmäßiger Anwendung lässt sich so selbst ohne viel sportliche Betätigung ein Gewichtsverlust bewirken! Noch mehr Infos, zur Wirkung von grünem Kaffee erhaltet ihr auf www.gruener-kaffeeextrakt.de.

Grüner Kaffee und die Wissenschaft

Die Wirkung des grünen Kaffees wurde in einigen Studien untersucht, die allerdings nicht ganz unumstritten sind. Die bekannteste Studie wurde 2012 in den USA veröffentlicht und vermeldete durchschlagende Erfolge – nur zwei Jahre später wurde sie allerdings widerrufen, nicht zuletzt wegen der geringen Zahl von Testpersonen. Insgesamt zeigen die Studien verschiedene Ergebnisse. Erwiesen ist, dass grüner Kaffee definitiv die Zuckeraufnahme nach der Mahlzeit reduziert. Das kann, muss aber nicht beim Abnehmen helfen. Für die Wissenschaft ist grüner Kaffee aber vor allem für die Behandlung von Diabetikern interessant. Denn die könnten durch die reduzierte Zuckeraufnahme ihren Körper deutlich entlasten! 

Zu möglichen Nebenwirkungen gibt es noch keine sicheren Forschungen. Allerdings kann Chlorogensäure, also der Hauptwirkstoff, den Homocysteinwert im Körper erhöhen – und das wiederum kann Herz-Kreislauf-Krankheiten und Demenz begünstigen (siehe www.pharmazeutische-zeitung.de). Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder aus einer ohnehin schon belasteten Familie kommt, möchte also vielleicht auf ein anderes Mittel ausweichen. 

Alternativen zum grünen Kaffee

Wer sichere Forschungen abwarten möchte, kann zum Abnehmen auch auf grünen Tee zurückgreifen. Grüner Tee reduziert, richtig angewendet, den Hunger auf Süßes, stimuliert die Leber und hilft bei der Fettverbrennung. Mehr Informationen zum Thema Tee findest du hier.

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